Wie sieht eine Hüftdysplasie aus?

Eine Hüftdysplasie gilt es so früh wie möglich zu erkennen, um den Therapieerfolg zu erhöhen. Doch macht sich eine solche Fehlstellung bemerkbar? Im Folgenden wird erklärt, wie eine Hüftdysplasie von außen gesehen, aber auch auf der Ebene des Skelettsystems aussieht.

Bei einer Hüftdysplasie handelt es sich entweder um eine angeborene oder ein mit der Zeit erworbene Fehlstellung des Skelettsystems in der Hüfte. Äußerlich lässt sich diese Fehlstellung durch mehrere Symptome erkennen: Zum einen ist im Falle einer Fehlstellung eine mehr oder weniger deutliche Beinlängendifferenz zu erkennen. Ist ein Bein länger oder kürzer als das Andere, ist das ein Zeichen dafür, dass das Becken verschoben ist und nicht in der korrekten Lage sitzt. Ein weiteres Anzeichen stellt das ungleiche Aussehen der beiden Hüftgelenksfalten am hinteren Leistenbereich dar.
Um zu verstehen wie eine Hüftdysplasie auf der Ebene des Skeletts aussieht, ist es wichtig zu verstehen wie die Hüfte in Optimalfall funktioniert. Beim Hüftgelenk handelt es sich um ein sogenanntes Kugelgelenk, welches sich aus zwei Teilen zusammensetzt. Zum Einen gibt es hier die Hüftgelenkspfanne und zum Anderen den Hüftgelenkskopf. Die Hüftgelenkspfanne umschließt den Hüftgelenkskopf zu etwas weniger als 50 Prozent. Dies gewährleistet im positiven Sinne einen hohen Bewegungsspielraum, trägt aber auch das Risiko in sich, dass die beiden Bestandteile der Hüfte sich leicht gegeneinander verschieben können. Stehen Hüftgelenkspfanne und Hüftgelenkskopf nicht mehr im richtigen Winkel oder Verhältnis zueinander, spricht man von einer Fehlstellung. Je nach Ausmaß dieser Verschiebung reichen die Diagnosen von einer leichten Dysplasie bis zur vollständigen Luxation, also Verrenkung.

Bei schweren Fällen ist auf dem Röntgenbild beziehungsweise anderen bildgebenden Verfahren wie beispielsweise der Sonographie ein deutliche Asymmetrie im Hüftgelenk zu erkennen. Die Ultraschalluntersuchung ist vor allem in den ersten Lebenswochen, bei der Untersuchung von einer Fehlstellung bei Neugeborenen das Mittel zur Wahl, da in dieser Zeit das Hüftgelenk noch zum Großteil aus knorpliger Substanz besteht. Diese ist mit dem Ultraschallgerät einfach zu erkennen. Erst im Laufe der ersten Lebensmonate verknöchert sich das Hüftgelenk zunehmend. Dann ist eine Diagnose per Röntgenbild notwendig.

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