Was tun bei Hüftdysplasie Katze?

Nicht nur Menschen und Hunde können an einer sogenannten Hüftdysplasie erkranken. Auch bei Katzen tritt der Defekt an der Gelenkpfanne des Hüftgelenks auf. Je nach Schwere der Beschwerden muss die Katze entweder operiert werden oder wird langfristig konservativ behandelt. Mit „konservativ“ ist in diesem Fall die regelmäßige Kontrolle des Gewichst und die Gabe von Schmerzmitteln gemeint.

Wie äußert sich eine Hüftdysplasie?

Die häufigsten Symptome sind Lahmheit bzw. anhaltendes oder wiederkehrendes starkes Humpeln. Außerdem vermeiden die betroffenen Katzen ruckartige Bewegungen weitestgehend. Sie springen nicht mehr so hoch wie vor der Erkrankung und vernachlässigen unter Umständen sogar die Fellpflege. Manche Tiere reagieren aggressiv auf die Berührung im Hüftbereich.

Wie wird die Hüftdysplasie diagnostiziert?

Die Diagnostik sollte dem Tierarzt vorbehalten sein. Bei einem Verdacht auf Hüftdysplasie bei der Katze sollten Halter einen Arzt konsultieren, sobald wahrnehmbare Symptome auftreten. Da sich Katzen in der Regel Schmerzen nicht anmerken lassen, ist die Krankheit bei sichtbarem Humpeln oder einer Überempfindlichkeit im Hüftbereich schon weiter fortgeschritten. In einer klinischen Untersuchung wird das Tier gründlich abgetastet und bei Verdacht auf eine Erkrankung der Hüfte ein Röntgenbild angefertigt. Wenn das Hüftgelenk nicht frei rotiert werden kann, weiß der Fachmann zumeist schon Bescheid.

Behandlung einer Hüftdysplasie bei der Katze

Bei einer chirurgische Hüfttransplantation wird der Kopf des Oberschenkelknochens entfernt und durch eine Prothese aus Stahl ersetzt. Da die Prothese nach einigen Jahren so stark verschleißt, dass sie ausgewechselt werden muss, wenden einige Tierärzte ein alternatives Verfahren an. Das Knorpelstück wird in diesem Fall entfernt und die Katze bei auftretenden Symptomen unterstützend mit Medikamenten gegen die Schmerzen behandelt. Auf diese Weise kann eine relative Symptomfreiheit erlangt werden. In seltenen Fällen kann auch das Durchtrennen einiger Muskelstränge dabei helfen, das Tier auf Dauer schmerzfrei zu bekommen. Bei älteren Tieren sollte allerdings nicht mehr operiert werden, da das Risiko einer Vollnarkose zu hoch ist. Die Lebensdauer einer Katze verkürzt die Hüftdysplasie zwar nicht – trotzdem lohnt sich der Eingriff nur bei relativ jungen und ansonsten gesunden Katzen. Sollte es nicht mehr möglich sein, die Katze zu operieren, so kann ebenfalls auf eine medikamentöse Behandlung zurückgegriffen werden, um dem Tier Leid zu ersparen.

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