Was ist eine Hüftdysplasie bei Kindern

Hüftdysplasie ist der medizinische Name, der verwendet wird, um ein Problem bei der Ausbildung des Hüftgelenks bei Kindern zu beschreiben. Der Ort des Problems kann entweder die Kugel des Hüftgelenks (Femurkopf), die Pfanne des Hüftgelenks (Acetabulum) oder beides sein.

Ursachen der Hüftdysplasie bei Kindern

Die genaue Ursache der Hüftdysplasie ist nicht leicht zu bestimmen, da es verschiedene Faktoren gibt, die zur Entwicklung dieser Erkrankung beitragen. Hüftdysplasie tritt bei etwa 0,4% aller Geburten auf und kommt am häufigsten bei erstgeborenen Mädchen vor. Einige bekannte Risikofaktoren für ein Kind mit Hüftdysplasie sind:

-Kinder in deren Familien Hüftdysplasie aufgetreten ist
-Babys, die in Steißlage geboren werden
-Babys mit die mit anderen „problematischen Lagepositionen“ geboren werden
-Oligohydramnios (Mangel an intrauteriner Flüssigkeit)

Aus ungünstigen Lagepositionen auftretende Probleme sind Befunde, die teilweise aus der In-utero-Position des Babys resultieren, wie zum Beispiel Klumpfuß und Torticollis. Hüftdysplasie tritt am häufigsten bei Erstgeborenen auf, ist bei Frauen deutlich häufiger (80%) und tritt häufiger auf der linken Seite auf (60% nur die linke Hüfte, 20% beide Hüften, 20% nur die rechte Hüfte).

Diagnose und Behandlung von Hüftdysplasie

Die Diagnose der Hüftdysplasie beim Säugling basiert auf den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung. Der untersuchende Arzt wird gegebenenfalls bei speziellen Manövern des Hüftgelenks einen „Hüftklick“ spüren. Diese Manöver, die Barlow- und Ortolani-Tests, führen dazu, dass eine Hüfte, die nicht in der richtigen Position ist, „klickt“, wenn sie sich in die richtige Position bewegt. Wenn ein solcher Hüftklick spürbar ist, führt der Arzt in der Regel einen Hüft-Ultraschall zur Beurteilung des Hüftgelenks durch. Ein Röntgenbild zeigt die Knochen bei einem jungen Baby erst im Alter von mindestens 6 Monaten, weshalb ein Hüftultraschall bevorzugt wird. Der Hüftultraschall zeigt dem Arzt die Position und Form des Hüftgelenks an. Anstelle des normalen Kugelgelenks kann der Ultraschall die Kugelposition außerhalb der Pfanne und eine ungünstig geformte (flache) Pfanne zeigen. Der Hüft-Ultraschall kann auch verwendet werden, um festzustellen, wie gut die Behandlung funktioniert.

Die Vorgehensweise bei der Behandlung einer Hüftdysplasie hängt vom Alter des Kindes ab. Ziel der Behandlung ist es, das Hüftgelenk richtig zu positionieren („Hüfte“ zu reduzieren). Sobald eine angemessene Reduzierung erreicht ist, wird der Arzt die Hüfte in dieser reduzierten Position halten und dem Körper erlauben, sich an die neue Position anzupassen. Je jünger das Kind ist, desto besser ist die Fähigkeit, die Hüfte anzupassen, und desto besser ist die Chance auf vollständige Genesung. Im Laufe der Zeit wird der Körper der Neupositionierung des Hüftgelenks zunehmend weniger entgegenkommen.

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