Was hilft gegen Hüftdysplasie?

Die Hüftdysplasie ist eine angeborene Störung (Fehlentwicklung) der Hüftgelenkspfanne. Sie tritt in der Regel bei Babys auf und kann durch Ultraschall erkannt werden. Mit der richtigen Therapie heilt die Hüftdysplasie ohne Spätfolgen aus. Wenn die Hüftgelenke bei Babys nicht richtig ausgebildet sind, hilft eine Spreizhose, ein Gips oder eine Schiene. Wird eine Hüftdysplasie jedoch nicht rechtzeitig erkannt oder gar zu spät behandelt, sind schwere Folgeschäden zu erwarten. Eine Operation wird dann erforderlich sein.

Hüftdysplasie rechtzeitig erkennen

Wenn direkt nach der Geburt eine Hüftdysplasie erkannt und behandelt wird, stehen die Heilungschancen bei 100 Prozent. Die Therapie ist davon abhängig, wie alt das Kind bei der Diagnosestellung ist und wie ausgeprägt die Hüftdysplasie ist. Bei einer leicht angeborenen Hüftdysplasie ist in den meisten Fällen keine Therapie notwendig. In vier von fünf Fällen bildet sich die Hüftdysplasie innerhalb von zwei Monaten selbst zurück. Solch eine spontane Heilung kannst Du fördern, nachstehend wird Dir aufgezeigt wie.

– Das Baby sollte so gewickelt werden, das die Hüfte gebeugt ist.
– Das Baby sollte im Tragetuch getragen werden
– Ein frühzeitiges Strecken der Hüfte vermeiden (Bauchlage ist nicht so gut)
– Nach der zweiten bis vierten Woche eine Spreizhose nutzen.

Kann das Baby die Beine nicht mehr abspreizen, da die Muskulatur verkürzt ist, sollte eine Physiotherapie in Anspruch genommen werden. Hierbei werden dann muskelentspannende Übungen durchgeführt. Solch eine Behandlung, ohne Operation, führt oftmals im ersten Lebensjahr zum Erfolg.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen einer Hüftdysplasie sind leider nicht genau bekannt. Für die Entstehung dieser Fehlbildung gibt es jedoch einige Risikofaktoren. Nachstehend findest Du die Risikofaktoren:

– der Fötus liegt in Becken- oder Steißendlage
– Enge im Mutterleib, wie zum Beispiel bei einer zu erwarteten Mehrlingsgeburt
– Hormonell bedingte Faktoren durch das Hormon Progesteron
– die Hüftdysplasie ist genetisch bedingt
– Missbildungen der Füße, Beine und Wirbelsäule
– Muskuläre und neurologische Erkrankungen (offener Rücken) und
– eine Fehlhaltung (Hüftgelenke) nach Geburt.

Fazit

Wenn Du nun ein Baby mit einer Hüftdysplasie hast, solltest Du nicht verzweifeln. Der erste Ansprechpartner sollte hier der Kinderarzt/die Kinderärztin sein. Denn das rechtzeitige Erkennen ist wichtig. Wie bereits beschrieben, liegen die Heilungschancen, bei rechtzeitiger Erkennung, bei 100 %. Und das kann doch mehr als Mut machen, oder?

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