Was heißt Hüftdysplasie?

Unter einer Hüftdysplasie versteht man angeborene oder erworbene Fehlstellungen des Hüftgelenks. Diese können erblich oder durch exogene Faktoren, zum Beispiel eine Beckenendlage im Mutterleib, bedingt sein. Eine Hüftdysplasie sollte schon im Säuglingsalter behandelt werden, da sie sonst zu bleibenden Schäden und chronischen Schmerzen führen kann.

Ursachen einer Hüftdysplasie

Fehlstellungen des Hüftgelenks können genetisch bedingt sein. Mädchen sind davon 13-mal häufiger beroffen als Jungen. Zu den exogenen Faktoren, die ein Hüftdysplasie begünstigen können, gehört vor allem die Beckenendlage. Das liegt an den Hormonen, die während der Schwangerschaft produziert werden. Der Hüftgürtel wird weich und die Hüftgelenkkapsel gelockert. Dadurch fehlt dem Hüftbereich der nötige Druck, wodurch es zur Fehlentwicklung des Hüftgelenks kommt. Hat das Ungeborene zu wenig Platz im Mutterleib, zum Beispiel bei zu wenig vorhandenem Fruchtwasser oder Mehrlingsschwangerschaften, ist die Gefahr einer Hüftdysplasie ebenfalls erhöht.

Diagnose der Hüftdysplasie

Hüftdysplasie äußert sich zunächst durch eine Bewegungseinschränkungen der betroffenen Hüfte. Gefährdete Neugeborene, die zum Beispiel aus Beckenendlage geboren wurden, werden in Deutschland schon bei der Vorsorgeuntersuchung U2 wenige Tage nach der Geburt sonographisch untersucht. Spätestens bei der U3 gehört eine Sonographie der Hüfte zum festen Bestandteil der Untersuchung. Auch durch Röntgen- und Kernspintomographie kann eine Hüftdysplasie diagnostiziert werden. Dies ist aber in den seltensten Fällen nötig.

Therapie einer Hüftdysplasie

Eine Hüftdysplasie wird dadurch therapiert, dass die Hüftgelenke in die korrekte Stellung gebracht werden. In leichten Fällen ist es ausreichend das Neugeborene einige Zeit lang breit zu wickeln und dadurch eine gespreizte Beinhaltung zu bewirken. Das Tragen in einem Tuch mit tiefem Po und Kniekehlen in Bauchnabelhöhe ist ebenfalls sehr förderlich. In schwereren Fällen ist das Tragen einer Schiene oder eines Gipses nötig. In machen Fällen ist auch eine Operation unumgänglich, damit die Hüftköpfe wieder in die Hüftpfannen hineinrutschen können.

Folgen einer unbehandelten Hüftdysplasie

Auch leichte Fälle einer Hüftdysplasie können zu schwerwiegenden Spätfolgen führen. Eine Hüftdysplasie muss daher immer behandelt werden. Unbehandelte Fehlstellungen führen zu einem frühen Verschleiß der Hüftgelenke, was dazu führen kann, dass die Gelenke versteifen.

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