Warum entstehen Schmerzen bei einer Hüftdysplasie?

Schmerzen in der Leiste oder der seitlichen Hüfte – das sind häufig die ersten Anzeichen einer Hüftdysplasie. Kommt dir das bekannt vor? Gerade beim Sport oder einer starken Belastung können die Schmerzen zunächst auftreten. Diese entstehen durch den Verschleiß des Hüftgelenks – eine Alterserscheinung, die durch Hüftdysplasie auch schon im frühen Erwachsenenalter auftreten kann.

Wie entstehen die Schmerzen?

Schmerzen sind Signale des Körpers vor einer Gefahr: Hitze, Druck, Verletzungen – dies sind nur einige mögliche Auslöser für Schmerzen. Nehmen die sogenannten Rezeptoren, die überall auf der Haut vorhanden sind, einen Auslöser wahr, leiten sie diesen blitzschnell an das Gehirn weiter. Von dort aus wird ebenso schnell zurückgemeldet, dass es dort schmerzt. Erst jetzt nehmen wir den Schmerz wahr. Auch Verschleiß gehört zu den Auslösern – das ist, was bei einer Hüftdysplasie zu Schmerzen führt. Diese können die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Warum verschleißt das Hüftgelenk?

Hüftdysplasie ist eine erblich bedingte Entwicklungsstörung des Hüftgelenks. Da das Hüftpfannendach den Hüftkopf nicht komplett umschließt, wird der Hüftknorpel häufig sehr schnell abgerieben. Zudem kann der Hüftkopf aus der Gelenkpfanne rutschen. Wird dies im Kindesalter nicht erkannt, entwickelt sich im Laufe der Zeit bei vielen Betroffenen eine Hüftgelenksarthrose. Diese tritt zumeist bei Patienten zwischen 20 und 40 Jahren auf. Bereits kleine Strecken oder längeres Sitzen wird dann zu einer Qual. Von der angeborenen Fehlbildung abzugrenzen, ist die eine Verrenkung oder Ausrenkung des Hüftgelenks, die etwa durch Autounfälle entstehen können. Wird diese nicht rechtzeitig behandelt, kann auch aus dieser eine Arthrose entstehen.

Was kannst du gegen die Schmerzen tun?

Zunächst muss ein Arzt abklären, was die Ursache für die Schmerzen ist. Meistens wird er gegen die akuten Schmerzen Schmerzmittel verschreiben. Diese bekämpfen jedoch nur das Symptom, nicht die Ursache. Auch durch weitergehende Angebote wie Akupunktur, progressive Muskelentspannung oder Physiotherapie können Schmerzen gelindert und mehr Lebensqualität gewonnen werden. Durch ein Röntgenbild kann eine Hüftdysplasie und auch eine mögliche Arthrose meistens gut erkannt werden. Um diese im Erwachsenenalter zu behandeln, ist in vielen Fällen eine Operation notwendig. Ist der Verschleiß noch nicht weit fortgeschritten, kann die Hüftpfanne umgeformt werden und so den Hüftkopf besser umschließen. Ist dies nicht mehr möglich, kann ein künstliches Hüftgelenk eine Chance auf eine wesentliche Verringerung der Schmerzen sein.

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