Hüftprobleme

Hüfte

Manchmal treten sie plötzlich beim Treppensteigen, Joggen oder Autofahren auf, oder auch ganz unverhofft morgens beim Aufstehen, sowie nachts im Bett. Spontan werden Hüftprobleme mit älteren Menschen in Verbindung gebracht, doch im Grunde können Hüftschmerzen bei jedem Menschen in jedem beliebigen Lebensalter auftreten. Diese können akut (zeitweise auftreten) und chronisch sein.

Bei Hüftschmerzen unterscheidet man grundsätzlich zwischen:
♣ Hüftschmerzen, die vom Muskel- und Bindegewebsschmerzen ausgehen und
♣ Hüftschmerzen, die von den Hüftgelenken ausgehen.

Die meisten Hüftschmerzen sind kein Anzeichen für ein „kaputtes Hüftgelenk“, sondern kommen aus verspannten Hüftmuskeln und aus dem Bindegewebe/Faszien. Erst bei langandauernden Verspannungen kommt es zu schmerzhaften Hüftgelenksschäden.

Symptome bei Hüftproblemen

Hüftschmerzen machen sich im Bereich der Leisten, zwischen Oberschenkel und Unterbauch bemerkbar. In vielen Fällen strahlen sie auch in eines oder beide Beine aus. Umgekehrt können Schmerzen aus der Lendenwirbelsäule in die Hüftregion ausstrahlen. Viele Patienten verwechseln Schmerzen am Hüftgelenk, das im Leistenbereich liegt, auch mit anderen Beschwerden. Sie können am Becken oder am oberen Teil des Oberschenkelknochens auftreten. Manchmal ist auch die Muskulatur in der Nähe der Hüfte Ursache, und nicht die Hüfte selbst. Auch Schleimbeutelreizungen können Druckschmerzen verursachen. In seltenen Fällen sind auch Tumore oder bestimmte Infektionskrankheiten die Auslöser von Hüftschmerzen.

Hüftmuskelschmerzen werden von Betroffenen häufig als dumpf bohrend beschrieben. Sie sind meist morgens nach dem Aufstehen am Stärksten, da ist die Hüfte auch am Steifsten. Hüftmuskelschmerzen kann man im ganzen Hüftgebiet haben, sie bessern sich in der Regel etwas bei Bewegung und Wärme. Die meisten Hüftschmerzen treten außen an der Hüfte auf. Sie gehen von den Ansätzen verspannter Muskeln am großen Trochanter aus. Muskel-Hüftschmerzen sind häufig auf bestimmte Punkte beschränkt und genau lokalisierbar. Die Patienten zeigen den genauen Verlauf eines oder mehrerer betroffener Muskeln, wenn man sie nach dem Ort ihrer Beschwerden fragt.

Am zweithäufigsten sind Hüftschmerzen, die ins Gesäß ziehen, aber auch außen an der Hüfte weiter hinten. Hier schmerzen die Ansätze der Bein-Aussenrotation. Das sind Gesäßmuskeln, die den großen Trochanter mit dem Becken verbinden und die bei Verspannung die Beine nach außen rotiert halten. Den großen Trochanter spürt man, wenn Sie eine Hand außen auf die Hüfte legen und das Bein bewegen. Wenn diese Muskeln nicht nur an den Ansätzen schmerzen, sondern auch allgemein, macht sich das an einem schmerzenden Gesäß bemerkbar.

Der Bindegewebsschmerz wird oft als großflächig quälend und brennend beschrieben. Schmerzen, die aus dem Bindegewebe kommen, kann man im ganzen Hüftgebiet haben. Obwohl sie eigentlich von außen aus der Haut und Unterhaut kommen, werden sie als tief innen in der Hüfte empfunden. Sie sind oft beidseitig. Der Schmerz wird diffuser als der Hüftmuskelschmerz wahrgenommen. Die Betroffenen zeigen unbestimmt größere Gebiete, die sich an keine Muskelgrenzen halten.

Die Hüftgelenksschmerzen sind stechend und durchdringend. Man spürt Hüftgelenksschmerzen da, wo sich die Hüftgelenke befinden, also etwa in der Mitte der Leiste. Hüftgelenksschmerzen werden unter Belastung und Bewegung stärker. Meist besteht eine erhebliche Bewegungseinschränkung: Man kann schlecht in die Hocke gehen, kaum das Bein zu Seite abspreizen, sich beim Gehen nicht nach hinten abstoßen. Bewegung und Wärme helfen hier nicht.

Ursache bei Hüftproblemen

Die weitaus häufigste Ursache für Hüftprobleme sind Verschleißerscheinungen am Gelenk. Mit zunehmendem Alter findet ein Abbau von gesundem Gelenkknorpel statt. Bei vielen Menschen wird diese Gleit- und Pufferschicht im Gelenk so weit zerstört, dass schließlich Knochen auf Knochen trifft.
Diese Verschleißkrankheit (Hüftgelenksarthrose) tritt meist im fortgeschrittenen Alter auf und kann starke Schmerzen auslösen. Sie betrifft in selteneren Fällen auch jüngere Menschen. Auslöser für die Hüftgelenksarthrose sind neben altersbedingtem Verschleiß und Abbauprozessen, Unfälle oder Verletzungen am Gelenk, angeborene Fehlstellungen oder Folgewirkungen von Stoffwechselkrankheiten. Auch eine systemische Gelenkentzündung, bei der mehrere Gelenke betroffen sind, kann Hüftschmerzen hervorrufen. Hier können die Ursachen in rheumatischen Prozessen oder einer chronischen Arthritis liegen.

Einseitige Schmerzen an der Hüfte außen:

Einseitige Hüftschmerzen entstehen oft, wenn man mit dem Gewicht auf einem Bein steht. Dadurch wird der ganze Körper schief. Eine solche Schiefhaltung von unten entsteht häufig durch frühere Bein- oder Fuß-Verletzungen. Man weicht dem Schmerz aus, indem man sich auf das andere Bein stellt. Die Schiefhaltung behält man in allen Lebenslagen bei.

Einseitige Hüftschmerzen:

Das Gewicht des zu einer Seite geneigten Oberkörpers lastet auf einem Bein, die Hüfte dieses Beines kommt außen in Dauerspannung, das Becken steht schief und ist auf einer Seite hochgezogen.
Durch die Dauerspannung in den entsprechenden Muskeln zieht es einen immer in diese Fehlhaltung hinein, bis man sie schließlich so fest einprogrammiert hat, dass man nicht mehr anders kann. Man selbst ist allerdings meist völlig überzeugt, gerade zu sein, obwohl man immer schief ist. Bei Frauen entstehen einseitige Hüftschmerzen oft durch die Gewohnheit, sich kleine Kinder auf die Hüfte zu setzen. Das kann man nur, wenn man die betreffende Hüfte nach außen und oben schiebt.

Beidseitige Hüftschmerzen, die bis ins Gesäß ziehen:

Dieses Krankheitsbild entsteht, wenn man ständig mit außenrotierten Beinen steht, geht und sitzt. Das Startmuster geht mit zurück gelehntem Oberkörper und mit verspannten Außenrotatoren einher. (die Beine stehen nicht parallel, die Fußspitzen zeigen nach außen)

Behandlungsmethoden bei Hüftproblemen

♣ Shiatsu
♣ Schröpfen
♣ Moxa
♣ Gua Sha
♣ Triggerpunkt – Behandlung
♣ Energetisch Therapeutische Massagen
♣ Laser – Behandlung/Akupunktur
♣ Schmerzstillende/entzündungshemmende Medikamente
♣ Physiotherapie
♣ Orthopädietechnische Maßnahmen
♣ Operation
♣ Hüftarthroskopie bei lokal begrenzten Knorpelschäden: Dabei werden minimal-invasiv abgebrochene Knorpelstücke entfernt und der aufgeraute, zerrissene Knorpel geglättet.
♣ Knorpelersatz
♣ Tissue Engeneering
♣ Umstellungsosteotomie
♣ Hüftprothese: bei stark fortgeschrittener Hüftarthrose

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