Hüftdysplasie – Was kommt nach der OP?

Wurde die Hüftdysplasie mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffes erfolgreich behoben, folgt der Genesungsprozess. Im Zuge dessen wird Deinem Kind in seinem 1-wöchigen Krankenhausaufenthalt eine sogenannte Gipshose angelegt. Da das Kind nach dieser Zeit für drei weitere Wochen die Hose anbehalten muss, stellt das Krankenhaus ein Krankenbett zur Verfügung. Dieses kann folglich ausgeliehen werden, sodass das Kind hierdurch zuhause ein gemütliches Bett mit ausreichendem Platz trotz des Gipses hat.

Während des 30-minütigen Eingriffes wird dem Kind ein kleiner Knochenkeil in seinen Beckenknochen eingefügt. Dieser wird von den körpereigenen Zellen akzeptiert und schließlich in eigenes Knochengewebe umgewandelt. Hierdurch wird die Fehlbildung gänzlich beseitigt. Dieser Eingriff ist jedoch sehr belastend für die Hüftknochen, sodass diese erst nach 8 Wochen wieder vollends belastbar sein werden. Aus diesem Grunde ist es gerade in den ersten Wochen von höchster Wichtigkeit, dass die operierten Knochen und Gelenke sehr stark geschont werden. Die Beine dürfen aus diesem Grunde folglich innerhalb der ersten vier Wochen unter keinen Umständen bewegt werden, weswegen sie eingegipst werden. Hierbei wird ein so genannter Sitz-Hock-Gips angelegt. Konkret bedeutet das, dass die Beine des Kindes in einem ca. 110° Winkel gebeugt und in einem ca. 50° Winkel abgespreizt und dann eingegipst werden. Der Gips wird umgangssprachlich auch als Gipshose bezeichnet, da die Beine – wie von einer Hose – gänzlich ummantelt werden. Das Anlegen wäre mit unangenehmen Schmerzen verbunden, sodass dieses selbstverständlich nur unter Narkose geschieht. Obwohl diese Position sehr unangenehm aussieht, gewöhnen sich die Kinder schnell daran und haben auch allgemein über die gesamte Zeit keine Probleme mit dem Tragen.
Wie bereits erwähnt, wird Dein Kind eine Woche stationär im Krankenhaus liegen müssen. In dieser Zeit wird Dir das kompetente Krankenhausteam vieles beibringen, was Du für die kommende Versorgung Deines Kindes wissen musst. So wird Dir beispielsweise von den Schwestern sowohl erklärt wie auch gezeigt, wie Du unter anderem den Gips richtig pflegst. Da das Kind nach dem Krankenhausaufenthalt weitere drei Wochen die Gipshose anbehalten muss, stellt das Krankenhaus hier gerne ein Krankenbett auf Leihbasis zur Verfügung. Somit wird deinem Kind trotz des Gipses – ohne weitere Kosten für Dich – ein komfortables Liegen mit genügend Platz gesichert.

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