Hüftdysplasie wann Operation?

Die Therapie einer Hüftdysplasie, kann bei komplizierten Verläufen, anhaltender Instabilität und nicht rückgängig machbaren Ausrenkungen, eine Operation notwendig machen.

Grundsätzlich sollte eine Hüftdysplasie zunächst konservativ, also ohne eine Operation behandelt werden. Dies lässt sich gut mit Spreizhosen, Orthesen oder Gipsverbänden durchführen.

Auch wenn eine Hüfte ausgerenkt wird, bedeutet das nicht sofort, dass es unmittelbar unters Messer geht. In den meisten Fällen ist es möglich, die Hüfte durch gezielte Manöver wieder in Stellung zu bringen und mit einer schonenden Therapie fortzufahren. Bei großen Schmerzen kann eine solche „geschlossene Reposition“ in einer Narkose durchgeführt werden. Von einer Operation sprächen Mediziner in diesem Fall noch nicht .
Kommt es aber zu wiederholten oder komplizierten Hüftluxationen, also Ausrenkungen des Hüftgelenks, kann eine Operation notwendig sein, um weitere Schäden oder Spätfolgen zu verhindern. Wird die Hüfte bei einer Hüftdysplasie ausgerenkt, kann es sein, dass sich der Oberschenkelkopf nicht wieder zurück in seine Gelenkpfanne am Beckenknochen bringen lässt.

Dies kann an sogenannten „Repositionshindernissen“ liegen. Diese können zum Beispiel Knochenfragmente oder auch Weichteile, wie Bänder darstellen. In diesem Fall wird es notwendig, die Indikation zu einer Operation zu stellen, das Gelenk zu eröffnen und die Hüfte wieder in die korrekte Position zu bringen. Dann spricht man von einer „offenen Reposition“.

Weiterhin kann es passieren das ein Hüftgelenk, welches von einer Hüftdysplasie betroffen ist, immer wieder ausgerenkt wird. Nun kann es zu schweren Komplikationen und Spätfolgen kommen. Um diesen entgegen zu wirken, kann eine Operation angezeigt sein. Ziel einer Operation, in diesem Fall, ist die Verbesserung des sogenannten „Containments“. Das Containment bezeichnet die Überdachung des Oberschenkelkopfes, durch seine Gelenkpfanne am Beckenknochen. Als Operationsverfahren kommen hier meist Osteotomien zum Einsatz. Dabei werden die Knochen in ihrer Stellung zueinander so verändert und neu fixiert, dass sie wieder in der richtigen Position zueinander stehen und das Gelenk normal funktionieren kann.
Eine weitere Indikation für eine Operation kann das erst späte Feststellen einer Hüftdysplasie sein. Wird sie erst in einem Lebensalter von über 3 Jahren oder gar erst bei jugendlichen sowie im Erwachsenenalter entdeckt, können im Laufe der Zeit weitere Schäden und Fehstelllungen entstanden sein. Diese bedürfen unter Umständen einer operativen Maßnahme.

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