Hüftdysplasie Schwangerschaft 

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Hüftdysplasie Schwangerschaft

Mit der Entstehung einer Hüftdysplasie ist bereits belegt, dass die Grundsteine dafür ind er Schwangerschaft gelegt werden. In den meisten Fällen kannst du nicht viel dagegen tun. Dennoch kann die Hüftdysplasie nicht nur Deinem Baby, sondern auch Dir zu schaffen machen, sofern Du unter dieser leidest.

Hüftdysplasie in der Schwangerschaft

Wenn Du selbst unter einer Hüftdysplasie leidest, dann wirst du feststellen, dass Du trotz einer guten Behandlung in deiner Jugend vielleicht während der Schwangerschaft wieder Probleme bekommst. Innerhalb der Schwangerschaft muss dein Becken sich weiten, dass Dein Baby ausreichend Platz haben wird. Die Stellung der Hüftknochen zum Hüftkopf verändert sich. Viele Schwangere, die bereits unter einer Hüftdysplasie leiden, haben dann zunehmend Schmerzen beim Gehen und vermehrte Entzündungen. Diese können gut behandelt werden.
Aber es sollte auch bemerkt werden, dass die Veränderung des Beckens in der Schwangerschaft allen Schwangeren einen gewissen Umstand und ab und an Hüftschmerzen bereitet.

Mit einer Hüftdysplasie stellt eine normale Geburt kein Problem dar. Allerdings wird dein behandelnder Gynäkologe entscheiden, ob dir eine natürliche Geburt zuzumuten ist oder ob ein Kaiserschnitt für dich und das Baby die bessere Wahl wäre. Dein Becken muss während der Geburt eine gewisse Bewegungsfreiheit haben, die bei einer bestehenden Hüftdysplasie eingeschränkt sein kann. Ist der Geburtskanal flexibel genug, dann kannst du dein Babys auf natürliche Weise bekommen.

Hüftdysplasie nach der Schwangerschaft

Leidest du unter einer Hüftdysplasie, dann ist es wichtig, dass du nach der Schwangerschaft einen Orthopäden aufsuchst, der den Zustand Deiner Dysplasie untersucht. Mitunter kann er dir helfen, dass du mit speziellen Übungen die Rückbildung unterstützt und deine Behandlungserfolge der vergangenen Jahre nicht verloren ist.

Hüftdysplasie in der Schwangerschaft, kann sich das auf mein Baby auswirken?

Wenn Du schon unter einer Hüftdysplasie leidest, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass du diese Veranlagung auch an dein Baby weitergibst. Mache dir aber nicht zu viele Sorgen, denn mit dem heutigen Stand der Medizin kann eine Hüftdysplasie bei einem Neugeborenen früh erkannt und gut behandelt werden.

Auch wenn du nicht vorbelastet bist, dann gibt es in der Schwangerschaft Auslöser, die sich auf Dein Baby auswirken können. Besonders der hormonelle Einfluss kann einem weiblichen Embryo schaden zufügen. Grund dafür ist, dass Hormone deinen Beckenring locker machen. So kann dein Baby wachsen ohne Platzmangel zu haben. Aber diese Hormone wirken auch in der Entwicklung deines Babys. Besonders bei Mädchen. Hier können die Hormone eine Hüftdysplasie bewirken.
Weitere Auslöser für eine erworbene Hüftdysplasie in der Schwangerschaft sind:

– Mehrlingsschwangerschaften
– ein sehr großes Kind
– Fruchtwassermangel
– Plazentaunterversorgung
– Frühgeburten
– Kaiserschnitte
– Geburt aus der Beckenendlage

Mechanische Einflüsse, wie der Kaiserschnitt oder die Geburt aus der Beckenendlage fügen dem unreifen Hüftgelenk einen Schaden zu, der aber leicht wieder korriegert werden kann im Rahmen der Verknöcherung.

Ist dein Kind eine Frühgeburt, dann sind die knöchernen Anteile des Körpers noch nicht reif genug, um in der Welt zu bestehen. Daher ist auch nach der Geburt noch eine Schädigung der Hüfte möglich. Entsprechend werden die Kleinen in Windeln breit gewickelt, dass die Hüftköpfe sich vollständig ausprägen können und fest in der Pfanne stehen.

Wird dieser Zustand nicht andauernd kontrolliert, dann kann es vorkommen, dass eine Restdysplasie bestehen bleibt, die deinem Kind in Zukunft Komplikationen bereiten wird.

Therapie während und nach der Schwangerschaft

Hierbei kommt es darauf an, ob du selbst von der Hüftdysplasie betroffen bist oder auch dein Kind. Dein Kind kann direkt nach der Geburt behandelt werden. Durch eine Hüftsonografie wird festgestellt, wie sich die Hüfte entwickelt hat und ob eine Behandlung notwendig ist. Je nach Ausprägung des Schadens werden folgende Maßnahmen ergriffen:

– Spreizwindel
– Spreizhose
– Bewegungstherapie
– Spreizgips in den ersten Lebenswochen bis zur Einstellung des Hüftgelenks.

Bei dir kann eine Krankengynastik in der Schwangerschaft hilfreich sein. Durch das steigende Gewicht, dass auf dein Becken lastet in der Schwangerschaft, kann eine Hüftdysplasie sehr schmerzvoll Probleme machen. Dies liegt daran, dass dein Hüftkopf nicht fest in der Pfanne liegt und viel Bewegungsspielraum hat. Ist dein Becken und die Hüftpfanne zu flach, besteht die Gefahr, dass dein Gelenk auskugelt. Mit der Bewegungstherapie werden die Muskeln in diesem bereich gestärkt und unterstützen damit deine Haltung und Bewegung.

Hüftdysplasie und Kinderwunsch

Viele Frauen, die schwanger werden möchten mit einer Hüftdysplasie, überlegen sich den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks. Dies ist physiologisch geformt und kann eine normale Bewegung ermöglichen. Dabei ist der Schweregrad deiner Hüftdysplasie gegenüber den Risiken einer OP abzuwägen. Wenn du einen Kinderwunsch hast, solltest du dich mit deinem behandelnden Orthopäden besprechen, welchen Weg er gehen würde. Er kann anhand einer kontinuierlichen Kontrolle am besten einschätzen, ob eine Schwangerschaft trotz Hüftdysplasie bei guter Gesundheit unbedenklich ist.

Schlussendlich ist es Deine Entscheidung, aber die medizinischen Möglichkeiten können dir und deinem Baby eine gute Schwangerschaft und den Kinderwunsch erfüllen.

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