Hüft TEP Infektion – die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entzündung ist relativ gering

Hüfte

Eine Hüft TEP Infektion ist eine Infektion, die sich an einem künstlichen Hüftgelenk ergeben kann. Das ist nicht nur eine Gefahr, die direkt nach dem Eingriff beststeht. Auch wenn das Hüftgelenk über Jahre funktioniert und keine Probleme bereitet hat, kann sich die Hüft TEP Infektion auch unter Umständen nach 10 Jahren noch ergeben um muss dann behandelt werden.

Bei der Hüft TEP Infektion handelt es sich um eine infektiöse Erkrankung eine künstlichen Hüftgelenks. Diese tritt relativ selten auf, kann sich allerdings bei Personen, denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wurde, zu jeder Zeit und auch lange nach dem Eingriff noch ergeben.

Das Problem der Hüft TEP Infektion

Generell ist die Implantation von Hüftgelenksersatz ein Meilenstein innerhalb der modernen Medizin. Durch feinste OP-Techniken und hochentwickelte Implantate können Millionen Menschen wieder ohne ständige Schmerzbelastung am Leben teilhaben. In Deutschland allein werden in jedem Jahr 400.000 Menschen mit einem neuen Hüftgelenk ausgestattet, zu denen noch einmal 50.000 Wechsel-OPs hinzu kommen.

Üblicherweise stellen die Implantate für die Betroffenen eine Erleichterung des gesamten Lebens dar. Allerdings ist es hier – wie in allen Bereichen der Medizin – der Fall, dass es Probleme geben kann. Besonders gefürchtet sind deshalb Infektionen an den neuen Hüften. Das Risiko einer solchen Komplikation liegt bei einem Prozent. Wenn der Infekt allerdings ausbricht, stellt er sich für den Patienten als sehr belastend und gegebenenfalls auch gefährlich dar, denn er kann auch lebensbedrohlich werden.

Die Behandlung der Protheseninfektion

Die Katastrophe für den Patienten liegt sowohl im Infekt selbst als auch der nun notwendigen Behandlung der Infektion. Selbst wenn der Verlauf der Behandlung günstig ist, wird ein weiterer Eingriff erforderlich. Je nach Art der Infektion können aber gegebenenfalls auch noch Folgeeingriffe notwendig werden.

Das Problem stellt sich immer gleich dar. Bakterien gelangen auf die Oberfläche des künstlichen Hüftgelenk und bilden hier den medizinisch als Biofilm bezeichneten Bakterienbelag. Das ist der Grund, dass das Immunsytem die Keime nur schwer bewältigen kann. Ob eine Rettung des Implantats möglich ist, richtet sich danach, wann die Behandlung beginnt. Als realistisch erachten Ärzte den Erhalt des Implantats bei einem Behandlungsbeginn innerhalb von drei Wochen ab Entzündungsbeginn.

Darin liegt aber das Problem, denn der Infekt zeigt sich längst nicht immer klar in diesem Zeitraum. Das heißt, dass oftmals viel zu viel ungenutzte Zeit verstreicht, bis der Patient stationär behandelt wird. Für Patienten gilt daher, dass sie sensibel auf Probleme mit der Hüfte sein sollen und bei zunehmenden Schmerzen oder einer Überwärmung, Rötungen oder aufkommendem Fieber schnell einen Spezialisten aufsuchen sollten.

Kommt ein Patient zügig in die Behandlung, ist es Endoprothetikern möglich, den Infekt mittels relativ sanfter Zusatz-OPs zu bekämpfen. Hierbei werden die beweglichen Teile einer Prothese ausgetauscht. Dazu wird das Gelenk gründlich gereinigt und mit antibakterieller Flüssigkeit gründlich gespült. In 70 Prozent der Fälle der rechtzeitigen Betreuung ist diese Behandlung gemeinsam mit einer Antibiotikagabe erfolgreich. Der Patient hat den Infekt dann innerhalb einiger Wochen überstanden und die Prothese kann erhalten bleiben.

Die Risiken, die sich aus einer erfolglosen Spülung als Therapie ergeben

Aufwändiger und problematischer wird die Behandlung, wenn die Spülung des Hüftgelenk und der Austausch der beweglichen Teile keine Erfolge erbracht haben. In der Vergangenheit war es so, dass Ärzte diese Spülung dann konsequent wiederholt haben. Die Wiederholung der Spülung wurde so oft vorgenommen, bis letztlich keine nachweisbaren Keime mehr vorhanden waren Heute sind die Erkenntnisse vorangeschritten. Mediziner wissen inzwischen, dass sowohl das Gelenk als auch die umliegenden Gewebestrukturen sowie auch Bänder und Muskeln einen erheblichen Schaden erleiden, wenn die Wunde immer wieder geöffnet und gespült wird. Heute gibt es nur einen prothesenerhaltenden Versuch mittels Spülung. Gelingt dieser nicht, erfolgt ein Austausch der Prothese. Das heißt, dass die infizierte Prothese entnommen wird, bis zum Auskurieren des Infektes durch einen Platzhalter ersetzt wird und die neue Prothese erst nach kompletter Ausheilung der Entzündung eingesetzt wird.

Die Hüftgelenksprothese bietet enorme Fortschritte in der Medizin und damit eine deutliche Erhöhung der Lebensqualität für betroffene Patienten mit Hüftgelenkserkrankungen. Vor einer Hüft TEP Infektion ist allerdings kein Hüftprothesen-Träger sicher, wenn da Risiko eines solchen Infektes allerdings auch ein Prozent aller Operierten nicht übersteigt.

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