Gelenkrheuma an der Hüfte

Gelenkrheuma an der Hüfte – was ist darunter zu verstehen?

Gelenkrheuma an der Hüfte gehört zu dem rheumatischen Beschwerdekreis. Die Ursachen, wenn Du Gelenkrheuma hast an der Hüfte können Entzündungen sein oder auch eine Abnutzung und ein Verschleiß Deines Hüftgelenkes. Es gibt auch Autoimmunerkrankungen, die rheumatische Erkrankungen am Körper und an der Hüfte auslösen können. Auch durch Unfälle oder Verletzungen und Infektionen kannst Du Gelenkrheuma an der Hüfte bekommen. Hier findest Du viele Informationen rund um das Thema „Gelenkrheuma an der Hüfte“.

Der Begriff „Rheuma“ selbst kommt aus dem Griechischen („rheumatismos“). Er bedeutet so viel wie „fließender und ziehender Schmerz“. Denn genau das ist beim Gelenkrheume an der Hüfte vorrangig, ein ziehender und fließender Schmerz in Deiner Hüfte. Auch alle anderen rheumatischen Erkrankungen verlaufen typisch und auch andere Gelenkerkrankungen, Knochenerkrankungen und Weichteilerkrankungen äußern sich in dieser Art von Schmerzen. Auch Deine Organe und Dein Gewebe können betroffen sein, wenn du unter Gelenkrheuma leidest.

Wichtig ist, dass Du die Ursachen für das Gelenkrheuma heraus kristallisierst. Die Beschwerden können sich in einer großen Bandbreite an Symptomen äußern. Beim Gelenkrheuma an der Hüfte kannst Du Schwellungen und ein eher steifes Gelenk haben und auch die Muskeln tun Dir in diesem Bereich weh. Gelenkrheuma kann auch zu Verformungen und Fehlstellungen des Hüftgelenkes führen und Deine Bewegungsfähigkeit im Hüftbereich stark einschränken. Muskelverspannungen sind ebenfalls eine Folge des Gelenkrheumas.

Um zu verstehen, wie Dein Gelenkrheuma an der Hüfte genau zustande kommt, ist es interessant, Dir den Aufbau eines Gelenkes näher zu bringen. Wir haben mehr als 143 Gelenke für viel Beweglichkeit im Körper. Dein Hüftgelenk und alle anderen Gelenke sind wie folgt aufgebaut:
– Knorpelüberzug
– ausgehöhlte Gelenkpfanne
– Gelenkkapsel
– Knorpelschicht

Die Knorpelschicht ist ungefähr fünf Millimeter dick, wenn Dein Knorpel gesund ist. Dann hat sie eine glatte und glänzende Oberfläche und wirkt wie ein Stoßdämpfer in Deinem Gelenk der Hüfte. Deine Gelenkkapsel wiederum schließt Deine Gelenkpfanne nach außen ab. In der Kapselschicht ist die Gelenkschmiere, die den Knorpel mit den nötigen Nährstoffen versorgt und das mühelose Gleiten des Hüftgelenkes ermöglicht. Dann sind da noch die Muskeln und Bänder, die das Hüftgelenk von außen stabilisieren. Bei Deinem Hüftgelenk ruht der Gelenkkopf des Oberschenkelknochens sicher in der Pfanne des Hüftknochens. Dadurch hast Du bei einer gesunden Hüfte viel Beweglichkeit und eine hohe Stabilität. Wenn jedoch das Gelenkrheuma Deine Hüfte betrifft, brauchst Du Hilfe und eine sichere Therapie.

Der Vorteil bei Gelenkrheuma an der Hüfte ist, dass es medizinische Therapien gibt. Zuerst kannst Du es probieren mit schmerzstillenden Wirkstoffen wie Ibuprofen oder auch Diclofenac. Das sind die am häufigsten verordneten Arzneimitel bei rheumatischen Hüftbeschwerden. Dann gibt es für Dich auch noch nichtsteroidale Antirheumatika. Diese nichtsteroidalen Antirheumatika werden auch NSAR genannt. Die Bezeichnung beruht daher, dass sie kein Kortison enthalten. Du darfst die NSAR jedoch nur kurze Zeit nehmen und sollst diese bei Gelenkrheuma an der Hüfte nur niedrig dosieren. Denn Du kannst von diesen Mitteln Nebenwirkungen bekommen. Oft verschreibt Dir Dein Arzt bei Gelenkrheuma an der Hüfte auch sogenannte „selektive Cox-2-Hemmer“. Sie helfen Dir gezielt bei dem Gelenkschmerz an der Hüfte bei Rheuma und wirken den Entzündungen entgegen. Sie haben auch nicht so viele Nebenwirkungen wie NSAR. Wenn alle diese Mittel bei Deinem Gelenkrheuma an der Hüfte nicht helfen, kann es der Arzt noch mit Kortisonpräparaten probieren. Das geschieht meist durch eine Spritze und dabei wird das Glukokortikoid dann in das Gelenk gespritzt. Das Glukokortikoid gleicht Deinem körpereigenen Kortikoid. Durch die Spritze wird der Stoff gezielt dahin gesetzt, wo der Schmerz ist und das hat den Vorteil, dass es nur dort wirkt und nicht Deinen ganzen Organismus belastet.

Auch Biologika werden in den letzten Jahren zusätzlich verwendet bei Gelenkrheuma in der Hüfte. Sie schwächen jedoch Dein körpereigenes Abwehrsystem und sind daher nicht ideal. Auch blockieren sie die vom Immunsystem produzierten Entzündungen und haben auch schädliche Wirkungen. Pflanzliche Arzneimittel kannst Du bei Gelenkrheuma an der Hüfte ebenfalls probieren. Hier seien folgende pflanzliche Wirkstoffe genannt:
– Brennnesselblätter
– Teufelskrallenwurzel
– Weidenrinde
– Hyaluronsäure

Gerade durch die Hyaluronsäure, die es als Kapseln mit flüssiger Hyaluronsäure gibt, kannst Du wieder die Gelenkschmiere positiv beeinflussen. Du kannst diese rezeptfreien Medikamente auf natürlicher Basis in der Apotheke oder im Internet erhalten. Was Dir auch hilft ist, dass Du Dich ganz gezielt bewegst und eine Bewegungstherapie anstrebst. Dadurch kannst Du die Gelenke, die Muskeln und die Sehnen trainieren, damit sie möglichst beweglich bleiben. Auch Entspannungstechniken helfen Dir, wie beispielsweise Autogenes Training, Deine Muskeln im Bereich der Hüfte wieder zu entspannen. Auch die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen ist gut, wenn Du an Gelenkrheuma an der Hüfte leidest.

Mit Kneippschen Anwendungen oder Einreibungen kannst Du ebenfalls die Durchblutung fördern, was bei Deinem Gelenkrheuma an der Hüfte einen positiven Effekt hat. Grundätzlich können dadurch Schwellungen abnehmen und die Schmerzen gelindert werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass Gelenkrheuma an der Hüfte zwar Schmerzen mit sich bringt, doch Du kannst mit schulmedizinischen und auch alternativen Methoden Deine Beschwerden gut lindern und mehr Beweglichkeit in Deinem Hüftgelenk erreichen.

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