Folgen der Hüftdysplasie

Folgen von Hüftdysplasie: Vorzeitiger Verschleiß, starke Schmerzen und Arthritis

Obwohl das Neugeborenen-Screening, bei welchem eine Hüftdysplasie frühzeitig erkannt wird, die Wahrscheinlichkeit vermindert hat, dass Erwachsene unter dieser Fehlbildung leiden, kann dies hin und wieder vorkommen. Erwachsene Patienten mit Hüftdysplasie leiden häufig stark unter den damit verbundenen Folgen. Wenn Hüftdysplasie nicht behandelt wird, verändern sich Gelenke, Muskeln und Bänder. Dies führt zu großen Bewegungseinschränkungen und starken Schmerzen. In diesem Fall kann nur noch eine Operation helfen, um die Beschwerden zu lindern. Bei zu großen arthritischen Veränderungen ist ein künstliches Hüftgelenk bei vielen Patienten unumgänglich.

Erste Anzeichen für eine Hüftdysplasie können erst im frühen Erwachsenenalter auftreten. Neben Schmerzen, beispielsweise beim Sport, treten häufig plötzliche Gelenkblockaden auf. Auch ein Instabilitätsgefühl und das Gefühl, als knicke das Gelenk weg, können als Folgen erwartet werden.
Wird eine Hüftdysplasie nicht behandelt, führt dies zu Fehlformen von Knochen, Bändern und Muskeln, woraus Knorpel- und Gelenkverschleiß und Hüftgelenksarthrose folgen können. Dies hat oft zur Folge, dass ein künstliches Hüftgelenk bereits mit 40 Jahren benötigt wird.
Wird eine Hüftdysplasie nicht im Säuglingsalter entdeckt, kommt es durch die Fehlbildung der Hüftgelenke zu vorzeitigem Verschleiß, da die Überdachung des Hüftkopfes nicht ausreichend ist und dieser nach oben auswandert, was aus der Fehlbelastung der Gelenkflächen resultiert. Dies führt zu einer Beinverkürzung bis zu sechs Zentimetern. Darüber hinaus kommt es mit der Zeit zu einer Entrundung des Kopfes, wodurch das Hüftgelenk steif wird. Daraus resultieren starke, belastungsabhängige Schmerzen in der Leiste und seitliche Hüftschmerzen.

Eine nicht behandelte Hüftdysplasie kann zu Arthrose im Hüftgelenk führen. Kleinste Belastungen, sowie langes Stehen und Sitzen können dabei starke Schmerzen hervorrufen, was den Alltag der Betroffenen stark einschränkt, der oft nur unter Einnahme von Schmerzmitteln zu bewältigen ist. Auch eine Gehbehinderung kann die Folge einer unbehandelten Hüftdysplasie sein. Bei Kindern kann eine Folge die Bildung eines Hohlkreuzes und ein entenartiger Watschelgang sein.

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