Coxa saltans

Coxa saltans – was ist darunter zu verstehen?

Im folgenden Ratgeber erfährst Du mehr über die sogenannte Krankheit Coxa saltans. Wie informieren sich über Ursachen, Symptome, Krankheitsbild, Behandlung und Heilungschancen.

Was ist mit Coxa saltans gemeint?

Mit dem Begriff Coxa saltans wird eine selten vorkommende Erkrankung beschrieben, die auch als schnappende Hüfte bekannt ist. Meistens erkranken Menschen im mittleren Alter daran. Das betrifft Patienten im Alter zwischen 35 und 65 Jahren. Coxa saltans gehört zu den orthopädischen Erkrankungen. Ist ein Mensch davon betroffen, hat er Beschwerden an den Oberschenkelknochen. Es kann nur eine Seite, aber auch beide Seiten können betroffen sein. Der Patient leidet unter Schmerzen in den Oberschenkeln, was bei einem ungünstigen Verlauf zu Ausfallerscheinungen bezüglich der Beine führen kann. Während des Gehens springen die Knochen. Bei Dehnungen der Hüfte treten Beschwerden auf. Vor allem das Springen der Knochen wird als sehr schmerzhaft beschrieben. Die Ursachen für diese Erkrankung sind auf Verletzungen im Bereich der Hüfte zurückzuführen. Zudem kann es bei Überbeanspruchung der Beine zu weiteren Beschwerden kommen.

Die Ursachen für Coxa saltans

Vollständige Klarheit herrscht noch nicht über die Ursachen der orthopädischem Erkrankung Coxa saltans. Bei zahlreichen Patienten konnte aber festgestellt werden, dass nach Stürzen und Unfällen Schmerzen im Bereich der Hüfte aufgetreten sind. Wiederum bei anderen Patienten konnte ermittelt werden, dass die Erkrankung durch eine Überbeanspruchung dieser Region entstanden ist. Das kann zum Beispiel durch das Tragen von schweren Lasten oder hyperaktiven Tätigkeiten in Kombination mit Körperfehlstellungen möglich sein. Wenn Körperbewegungen so ausgeführt werden, dass eine Körperhälfte mehr belastet wird als die andere, können Schmerzen entstehen. Auch falsche Schuhe können dazu führen, dass die Hüfte mehr Gewicht als nötig tragen muss. Ist dieser Zustand dauerhaft, können auch hier Schmerzen auftreten. Dennoch kann die Ursache der Erkrankung bei zahlreichen Patienten nicht befriedigend ermittelt werden. Das hat verschiedene Gründe. Viele Patienten schätzen sich selbst falsch ein. Eventuell werden bestimmte Verletzungen nicht erkannt, weil andere Krankheiten sie überlagern oder keine Schmerzen wahrgenommen werden. Es ist außerdem möglich, dass die Symptome anderen Erkrankungen zugewiesen wurden und nicht richtig zugeordnet werden.

Symptome und Beschwerden der Erkrankung

Die Symptome der Coxa saltans sind Knochenschmerzen im Bereich der Hüfte. Speziell beim Gehen springen die Knochen. Das betrifft vor allem den Trochanter major und den Tractus iliotibialis. Beim Tractus iliotibialis handelt es sich um einen Faserzug, der über den Oberschenkeln verläuft. Der Trochantor major befindet sich zwischen Oberschenkelhals und Oberschenkelkörper. Werden Beine und Hüfte bewegt, springen beide übereinander. Diesen Vorgang empfinden Patienten als besonders unangenehm und schmerzhaft. Der Knochensprung kann auch durch Drehung oder Dehnung der Hüfte sowie der Oberschenkel erfolgen. Beugende Bewegungen sind ebenfalls ursächlich für das Auftreten von Schmerzen. Wer von der Krankheit betroffen ist, kann sich häufig kaum noch schmerzfrei bewegen, weil er es zum ruckartigen Springen der Knochen kommt. Das ist sogar gut hörbar.

Krankheitsbild und Diagnose von Coxa saltans

Durch Sichtkontakt wird eine Diagnose gestellt. Außerdem kann der Knochensprung ertastet werden. Können andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, ist es dem Orthopäden möglich, Coxa saltans zu diagnostizieren. Ist die Hüfte zu stark belastet worden, kann es zu einer Verschlimmerung der Beschwerden und Schmerzen kommen. Werden die betroffenen Bereiche jedoch entlastet und geschont, kann es zu einer spontanen Heilung kommen.

Die Behandlung von Coxa saltans

Um Coxa saltans behandeln zu können, empfehlen Orthopäden Krankengymnastik. Dabei lernen Patienten, wie Sie sich optimal bewegen können. Der Hüftbereich wird dabei so gut wie möglich entlastet, damit eine Schiefhaltung vermieden werden kann. Patienten lernen das richtige Einsteigen und Sitzen im Auto, trainieren korrekte Fortbewegung und erfahren, wie sie richtig laufen. Schmerzen entstehen beim Aufstehen und Hinsetzen sowie beim Treppensteigen, daher müssen alle Bewegungsabläufe regelmäßig trainiert werden. Das Ziel der Krankengymnastik ist eine Stärkung der Muskulatur. Parallel dazu wird auch der Bewegungsablauf analysiert. Der Patient erhält außerdem Tipps und Hinweise, wie er selbst im Alltag für eine Verbesserung sorgen kann. Manchmal ist es auch erforderlich, Medikamente zu verschreiben. Doch dabei handelt es sich lediglich um Schmerzmittel. Wenn die Beschwerden sich verschlimmern oder andauern, muss auch ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Bei der Operation werden die Muskelfasern wieder stabilisiert. Es kann auch möglich sein, dass der Trochanter major befestigt wird. Beide Varianten verhindern ein Überspringen des Tractus iliotibialis.

Heilungschancen und Prognose

Die Heilungschancen der Erkrankung hängen von ihrem Schweregrad ab. Besteht nur eine leichte Beeinträchtigung, werden konservative Behandlungen eingesetzt. Erhält der Patient Medikamente und muss an einer Physiotherapie teilnehmen, sollen auf diese Weise seine Schmerzen reduziert werden. Erlernt er die richtigen Bewegungsabläufe und entlastet seinen Körper, kann sich der allgemeine Zustand deutlich verbessern. Wichtig ist, dass der Patient aktiv daran mitarbeitet. Vollständig geheilt werden, kann Coxa saltans aber vermutlich nicht.

Informationen über Coxa saltans im Überblick:

– Bei dieser Erkrankung springen die Knochen im Hüftbereich übereinander
– Ursachen sind falsche Körperhaltung, das Tragen schwerer Lasten, Verletzungen
– Symptome sind vor allem Schmerzen
– als Therapie werden Krankengymnastik dem Schmerzmittel eingesetzt
– manchmal ist auch eine Operation erforderlich
– die Erkrankung kann vermutlich nicht komplett geheilt werden

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