Arthrofibrose an der Hüfte

Varisationsosteotomie 2

Arthrofibrose an der Hüfte – einfach erklärt

Hier erfährst Du, was genau eine Arthrofibrose an der Hüfte ist. Wenn Du Schmerzen nach einer Gelenk Operation verspürst, ist es wichtig, Dich genau über die Arthrofibrose an der Hüfte zu informieren.

Eine Arthrofibrose an der Hüfte ist im Grunde eine überschießende Bildung von Narben an einem Deiner Hüfte. Die Arthrofibrose kann auch an anderen großen Gelenken, wie beispielsweise am Knie, an der Schulter oder auch am Sprunggelenk oder am Handgelenk. Es ist eine immer noch oftmals kaum bekannte Komplikation, die gar nicht selten nach einer Operation oder einer Verletzung auftritt. Bei einer Arthrofibrose an der Hüfte verdrängen Bindegewebszellen einer Narbe dann das gesunde Gewebe und dadurch wird die Beweglichkeit des Hüftgelenkes auf Dauer eingeschränkt.

Zu den Symptomen einer Arthrofibrose an der Hüfte zählen:

– Rötungen
– Schwellungen
– die Unbeweglichkeit des Hüftgelenkes

Die Arthrofibrose an der Hüfte macht sich meist bemerkbar mit typischen Entzündungsreaktionen (Rötung, Schwellung) Mit der Zeit lässt sich dann das betroffene Hüftgelenk immer weniger bewegen. Wichtig ist es, dass der Arzt bei Dir zuerst andere Erkrankungen ausschließt, die vielleicht ähnliche Symptome verursachen. Das könnte zum Beispiel eine Infektion sein.

Nachteile und somit Risikofaktoren für eine Arthrofibrose an der Hüfte:

Wenn bei Dir folgende Risikofaktoren vorhanden sind für eine Arthrofibrose an der Hüfte, solltest Du mit Deinem Arzt sprechen:
– Du hast eine Neigung zu starker Narbenbildung?
– Bereits vor der Operation hattest Du eine schlechte Beweglichkeit der Hüfte?
– Du hattest schon Arthrofibrosen an anderen großen Gelenken?
– Du hast grundsätzlich Probleme mit Deinem vegetativen Nervensystem?

Es gibt auch den Fall, dass eine Arthrofibrose an der Hüfte ohne vorherige Verletzungen oder ohne Operation auftritt. Da wären dann genetische Faktoren beteiligt.

Vorteil: Eine Kortisontherapie und eine Operation bringen Dir Hilfe

Zuerst wird eine Arthrofibrose an der Hüfte mit Kortison behandelt. Wenn Du länger als ein Jahr Beschwerden weiter hast, dann wird eine arthroskopische Arthrolyse Dein Hüftgelenk wieder beweglich machen. Der Operateur wird dann durch eine Gelenkspiegelung die Verklebungen in Deinem Narbengewebe wieder lösen. Auch die Krankengymnastik ist ein Teil Deiner Therapie, wenn Du an einer Arthrofibrose an der Hüfte leidest. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Du keine zu starke mechanische Belastung erhältst, denn das würde die Narbenbildung wieder verstärken. Du kannst Deinen Körper und Deine Hüfte mit Hilfe eines Physiotherapeuten dann wieder langsam und mit Geduld trainieren. Du wirst lernen, Deine Hüfte langsam auf- und abrollen zu lassen und andere Übungen werden Dir helfen, die Hüfte wieder mehr bewegen zu können.

Das Krankheitsbild der Arthrofibrose an der Hüfte sieht also so aus, dass Du eine unerwünschte Vermehrung von Narbengewebe am Hüftgelenk hast und dadurch Schmerzen bekommst. Auch Deine Bewegungseinschränkung ist ein Nachteil, der durch die Verklebungen entsteht. Wenn Du in etwa nach dem 10. bis 12. Tag nach de OP Deinen Wundheilungsprozess abgeschlossen hast, ist alles gut gelaufen. Doch wenn bei Dir dieser reparative Prozess zwischen Deinem Zellaufbau und Deinem Zellabbau weiter geht und Deine Fibroblasten (das sind Bindegewebszellen) weiterhin Gewebe produzieren, dann bekommst Du Schmerzen. Deine Bewegung in der Hüfte wird eingeschränkt und das ist ein Zeichen, dass Du eine Arthrofibrose an der Hüfte hast.

Diese zellbiologisch falsche Regulation, die auf biochemischen und auch molekularbiologischen Vorgängen beruht, zeigt Dir, dass Deine Arthrofibrose an der Hüfte beginnt. Wenn die Ärzte diese Fehler Deiner Grundregulation finden, dann können sie erst korrigieren und Dein Körper wird erst dann wieder in der Lage sein, keine weiteren Bindegewebszellen mehr zu bilden. Wenn Du hier jedoch keine Behandlung erfährst, dann geht es weiter mit der Gewebsvermehrung und Du brauchst eventuell weitere Operationen. Durch eine schnelle Diagnosestellung kann dies jedoch vermieden werden.

Es gibt jedoch Hoffnung, denn neue Forschungsergebnisse und ein neues, nichtoperatives Behandlungskonzept wird entwickelt. Es soll die selbstständige Steuerung der Prozesse und die Biologie der Narbenzellen mit berücksichtigen. Erste Studien zeigen, dass die Beweglichkeit der Hüfte besser wurde. Auch der Schmerz wurde besser durch diese Behandlung. Durch die Behandlung mit innovativen Methoden kombiniert mit einer physiotherapeutischen Behandlung, kannst Du bei einer Arthrofibrose an der Hüfte Erfolge erzielen.

Die Arthrofibrose an der Hüfte sollte früh erkannt werden

Es ist wichtig für Dich zu wissen, dass eine rechtzeitige Diagnose bei einer Arthrofibrose an der Hüfte das Wichtigste ist. Bei einer frühen Diagnose kann sich eine richtige Therapie positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Und Deine Erkrankung kann sich dann wieder zurückentwickeln und sogar ausheilen. Suche Dir möglichst Kliniken und Therapiezentren heraus, die sich mit einer Arthrofibrose an der Hüfte gut auskennen und an Schulungen teilnehmen. Du kannst dies an dem Zertifikat der Klinik oder der Reha-Einrichtung erkennen. Meist haben diese auch ein Qualitätssiegel (z. B. AF Basic+).

Fazit: Eine Arthrofibrose an der Hüfte ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die nach einer Hüft-Operation auftreten kann. Wenn Du rechtzeitig bei qualifizierten Ärzten bist und die Diagnosestellung frühzeitig geschieht, dann gibt es verschiedenartige Behandlungsmethoden, die Dir bei der Arthrofibrose an der Hüfte helfen können. Eine Heilung mit unterschiedlichen Methoden ist möglich.

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