Teufelskralle bei Arthrose

Die Teufelskralle ist ein natürliches Heilmittel aus einer kostbaren Pflanze der Natur und seit langer Zeit in der Volksmedizin bekannt. Das natürliche Heilmittel wird häufig bei Gelenkbeschwerden, wie beispielsweise Arthrose eingesetzt, um die Schmerzen zu lindern. Sie hemmt Schwellungen und die Entzündungsprozesse, die durch die Arthrose verursacht werden. Gerade für Betroffene, die mit natürlichen Mitteln auf ihren Körper einwirken wollen, ist die Teufelskralle eine gesunde Alternative. Wegen ihrer wenigen und selten auftretenden Nebenwirkungen wird sie in der Naturheilkunde gerne eingesetzt. Ebenso eignen sich zur Einnahme auch Tee oder Tropfen, die jedoch je nach Herstellungsprozess Alkohol enthalten können. Als Unterstützung während der Rheuma-Therapie findet die Teufelskralle daher viel Beachtung, wenn degenerative Krankheiten die den Bewegungsapparat bei Gelenkverschleiß negativ beeinflussen, vorliegen. Patienten, die an Coxarthrose (Arthrose der Hüftgelenke) leiden, berichten von positiven Erlebnissen.

Woher kommt die Teufelskralle?

Für bestimmte Erkrankungen und Beschwerden existieren nicht nur chemische Medikamente. Auch Heilpflanzen können eine intensive Wirkung entfalten, die eine chemische Therapie begleitet oder ersetzt. Eine von diesen Pflanzen ist die Teufelskralle. Bei dieser handelt es sich um ein Mittel mit einem sehr breiten Wirkungsspektrum. So hilft die Teufelskralle in unterschiedlichen Formen gegen eine große Zahl an Beschwerden. Dabei liegt ihre Heimat in Afrika. Besonders häufig ist sie in Namibia, Südafrika, Angola, Simbabwe und Mosambik verbreitet.

Die Afrikanische Teufelskralle wächst vermehrt in trockenen Gebieten, in Savannen- und Grasvegetationen, auf roten sandigen Böden oder in Schwemmlandgebieten. Während sie Jahrzehnte lang als ein Weideunkraut galt, wird seit 15 Jahren vermehrt mit ihr gehandelt. Schuld an dieser Entwicklung ist die medizinische Wirkung der Pflanze. Mittlerweile gilt die Teufelskralle als ein wichtiger Rohstoff, von dessen Produktion afrikanische Familien teilweise leben. Der Name der Heilpflanze entspringt dabei von ihren Früchten, welche eine krallenartige Gestalt einnehmen. Während die Blätter graugrün sind, weisen die Blüten eine gelbe oder violette Farbe auf. Die Teufelskralle besitzt eine knollige Wurzel. Aus dieser gehen Triebe hervor, die eine Länge von bis zu 1,5 Metern beanspruchen. Aus den bunten Blüten entwickeln sich im fortschreitendem Verlauf hölzerne Früchte mit einer Größe von etwa 15 Zentimetern. Die Wirkstoffe, welche für die Behandlung unterschiedlicher Beschwerden zum Einsatz kommen, befinden sich in den Trieben der Wurzel. Neben Kohlenhydraten und Phenolglykosiden bestehen die Wurzelausläufer zu einem bis drei Prozent aus Iridoiden.

Warum hilft die Teufelskralle gegen Arthrose?

Teufelskralle besitzt Bitterstoffe, die dem Iridoid-Typen angehören, wie auch Procumbid und freie Zimtsäure. Speziell werden bei diesem Krankheitsbild durch die Verwendung von Teufelskralle, neben den Schmerzen auch auftretende Schwellungen reduziert und Entzündungsprozesse gehemmt. Laut pharmakologischen Studien an Tieren ist es schließlich bewiesen worden, dass die Heilpflanze eine entzündungs- und schmerzhemmende Wirkung auf den Organismus besitzt, wobei die Teufelskralle ihre Wirkung besonders bei leichten bis mäßigen Schmerzen Linderung verschafft.

Weitere Vorteile in der Medikation mit Teufelskralle bestehen darin, dass die Bitterstoffe die Sekretion von Magensaft und die Gallenfluss-Förderung anregen. Die Arznei selbst besteht hierbei nicht aus den Früchten der Heilpflanze. Lediglich die sekundären Speicherwurzeln werden für alkoholische oder wässrige Auszüge genutzt, da sich in diesen die wertvollen Wirkstoffe befinden.

Allerdings sollte der Extrakt in hoher Dosis verabreicht werden, da das Mittel sonst nicht ausreichend wirksam ist. Zusätzlich können die heilenden Bestandteile der Teufelskralle auch als Tabletten, Kapseln und Pulver eingenommen werden.

Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen

Die Afrikanische Teufelskralle kann von ihren Wirkungen her mit einem chemischen Medikament verglichen werden. Gleichzeitig birgt sie jedoch weniger Risiken, kommt es nur sehr selten zu Nebenwirkungen. Die Teufelskralle verdünnt unter Umständen das Blut, weshalb Diabetiker auf die Pflanze verzichten sollten. Ansonsten ruft die Heilpflanze manchmal Magenbeschwerden hervor. Generell kann sie jedoch als eine wirkungsvolle Alternative für chemische Mittel angesehen werden. Ihr Wirkungsspektrum ist sehr groß und überschreitet damit die Fähigkeiten von zahlreichen Medikamenten. Die Effizienz der Teufelskralle gilt vor allem bei Anfangsstadien als besonders hoch. Sobald die Erkrankung sehr weit fortgeschritten ist, fallen die Erfolge geringer aus. In den meisten Fällen wird die Teufelskralle als eine wirkungsvolle, natürliche begleitende Therapie angewendet.

Dosierung und Anwendung von Teufelskralle

Die Teufelskralle wird in unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten. Je nach Erkrankungsbild greift man auf eine äußerliche oder innerliche Anwendung zurück. Komplexe Beschwerdebilder, etwa Systemerkrankungen, profitieren von einer Kombination beider Anwendungsformen. Salben, Cremes und Gels sind die häufigsten Darreichungsformen bei äußerlicher Anwendung. Bei der innerlichen Anwendung greift man gerne auf Kapseln, Tabletten, Tropfen oder Brausetabletten zurück. Einfach herzustellen ist auch ein frisch aufgesetzter Tee, der aus Teufelskrallenwurzeln besteht. Ein Spezialfall der inneren Anwendungen sind Spritzen mit Teufelskrallenextrakt, die unter die Haut injiziert werden. Da Injektionen jedoch immer ein erhöhtes Verletzungsrisiko bergen, ist Privatpersonen von einer Verwendung eher abzuraten.

Bei Arthrose empfiehlt sich sowohl eine innerliche als auch äußerliche Anwendung der Teufelskralle. Zu den gängigsten Darreichungsformen der innerlichen Anwendung zählen Kapseln, Tropfen, Brausetabletten und selbst angesetzter Tee; äußerlich greift man wahlweise auf Gels, Salben oder Cremen zurück. Zur äußerliche Anwendung empfiehlt es sich, durchschnittlich zwei- bis dreimal täglich die schmerzenden Gelenke mit einer haselnussgroßen Menge der Salbe einzureiben, wobei die Schleimhäute ausgespart werden. Bei innerlicher Anwendung sollten Arthritis Patienten unbedingt darauf achten, eine Höchstdosis von 4, 5 Gramm Teufelskralle nicht zu überschreiten. Je nachdem, wie die Wirkstoffe einer Kapsel sich zusammensetzen, handelt es sich dabei um 1 bis 3 Kapseln – für eine korrekte Einnahme muss unbedingt die Packungsbeilage beachtet werden.

Diese Anwendungsformen kommen am häufigsten zum Einsatz:

Teufelskralle Salbe:

Salben mit dem Wirkstoff der Teufelskralle stellen ein gebräuchliches Medikament bei Gelenkbeschwerden oder Sehnenentzündungen dar. Vorteilhaft bei dieser Anwendungsform ist, dass der Wirkstoff über die Haut aufgenommen wird und somit direkt an der betroffenen Stelle seine Wirkung entfaltet. Dabei sollte man sich von der Salbe jedoch keine Wunder erwarten. Der Wirkstoff stellt kein stark wirksames Schmerzmittel dar, sondern verspricht vielmehr eine leichte Linderung der Beschwerden.

Teufelskralle Tee:

Ein Tee aus der getrockneten Wurzel der Teufelskralle wird in erster Linie innerlich angewendet. Neben dem klassischen Anwendungsgebiet der Gelenkbeschwerden kann er auch als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden oder Probleme des Leber-Galle-Traktes verwendet werden. Für die Zubereitung des Tees werden 1,5 Gramm getrocknete Teufelskrallenwurzel mit 150 bis 250 Milliliter kochendem Wasser übergossen und müssen dann acht Stunden ziehen. Drei Tassen täglich sollte man von diesem Tee trinken. Ein Nachteil des Tees ist der recht bittere Geschmack der Teufelskralle, weshalb man sie bevorzugt als Mischtees kaufen kann, bei denen andere Kräuter den Geschmack überdecken.

Teufelskralle Kapseln:

Eine weit verbreitete Form der Teufelskralle stellen Kapseln dar. Diese ähneln in der Wirkungsweise der des Tees, bieten jedoch den Vorteil, dass der bittere Geschmack nicht wahrgenommen wird. Ein weiterer Vorteil der Kapseln liegt darin, dass der Wirkstoff nicht vor der Anwendung aufwändig zubereitet werden muss. Auch bei der Dosierung bieten die Kapseln Vorteile. Die Kapseln, die man in der Apotheke, im Drogeriemarkt oder auch im Internet kaufen kann, werden regelmäßigen Qualitätskontrollen unterzogen, wodurch man auf einen relativ gleichbleibenden Wirkstoffgehalt schließen kann.

Teufelskralle Balsam:

Der Balsam mit dem Wirkstoff der Teufelskralle wird ähnlich angewendet wie die Salbe. Der Unterschied liegt darin, dass dem Balsam oft auch andere Kräuter beigemischt sind, die die Wirkung unterstützen.

Studien bei der Anwendung von Teufelskralle

Schon länger war in klinischen Studien belegt worden, dass ein wässriger Extrakt der Teufelskrallenwurzel bei Patienten mit akuten Rückenschmerzen analgetisch wirkt. Nun ist der Effekt des pflanzlichen Arzneimittels auch bei Patienten mit Gelenkschmerzen in Knie und Hüfte geprüft worden. Die 75 Studienteilnehmer hatten im Durchschnitt seit vier Jahren Beschwerden. Deren Stärke wurde mit dem WOMAC-Index erhoben. Dabei handelt es sich um einen 24-Punkte-Fragebogen, auf dem die Patienten Schmerz, Steifigkeit und Funktionsfähigkeit der Gelenke auf einer zehnstufigen Skala angeben. Während der Studie erhielten die Teilnehmer dreimal täglich zwei Filmtabletten à 400 mg wässrigen Trockenextrakt aus Teufelskrallenwurzel (Doloteffin®).

Wie die Auswertung der Punkteliste ergab, verringerten sich im Verlauf der zwölfwöchigen Therapie die Schmerzen um 29 Prozent, die Steifigkeit ging um 25 Prozent zurück, die Funktionsfähigkeit besserte sich um 27 Prozent und der Gesamtscore um 26 Prozent. Diese Veränderungen seien als klinisch relevant einzuschätzen. Demnach könne die Teufelskralle mit Erfolg als alleinige Pharmakotherapie bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates angewandt werden. Der Wirkmechanismus beruht nach derzeitigem Wissensstand darauf, dass die pflanzlichen Wirkstoffe das Zusammenspiel antiphlogistischer und peripher-analgetischer Effekte beeinflussen.

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