Hüftarthrose Grad 3

Knacken im Hüftgelenk

Oft reichen schon kleinste Bewegungen aus, um diese unangenehmen Geräusche zu erzeugen. Doch obwohl es so viele Betroffene gibt, weiß kaum einer, was das Knacken wirklich hervorruft. Viele Menschen sind beunruhigt, wenn ihre Gelenke bei bestimmten Bewegungen Geräusche machen, wie beispielsweise ein Knacken oder ein Knirschen. Generell kann man jedoch nicht sagen, dass ein knackendes Geräusch, welches ohne begleitende Schmerzen auftritt, ein direkter Hinweis auf eine Erkrankung sei. Vielmehr treten solche Geräusche regelmäßig bei allen Menschen auf. Frauen sind in der Regel häufiger betroffen als Männer. Das liegt meistens am weichen Bindegewebe. Dies führt zu einer Überbeweglichkeit, also Hypermobilität, der Gelenke und Bänder bei Frauen. Das dadurch verursachte Knacken mit den Gelenken, muss nicht zwangsläufig auf eine andere Krankheit hindeuten. Dennoch strapaziert das wiederholte Knacken unnötig die Gelenke.

Wenn das Knacken und Knirschen in der Hüfte jedoch regelmäßig Beschwerden verursacht, kann dies auf einen Gelenkverschleiß hindeuten. Mit der Zeit komme ein weiteres Symptom hinzu: Weil sich die Muskulatur um das angegriffene Gelenk verkürze, um Überlastungen und damit weitere Schäden zu verhindern, nehme die Beweglichkeit des Gelenkes ab. So fällt es den Betroffenen oft schwer, sich zum Beispiel die Schuhe zuzubinden.

Ursachen für ein knackendes Hüftgelenk?

Die häufigste Ursache für das Knacken in den Gelenken sind Gasbläschen, die sich aus der Gelenkschmiere lösen und dann bei bestimmten Bewegungen platzen. Diese Schmiere liegt zwischen zwei Gelenken: Sie lässt die beiden Knorpelflächen geschmeidig aufeinander gleiten. Bei einer plötzlichen und extremen Bewegung werden die Gelenke auseinandergezogen und so auch die Schmierschicht. Dabei löst sich Kohlendioxid: Es knackt. Anschließend lösen sich die Kohlendioxid-Bläschen wieder in der Schmiere auf. Der gewisse Anlaufschmerz passiert dann, wenn man lange gesessen hat und dann aufsteht. Ein weiteres Symptom: Insbesondere nach größeren Belastungen entstehen um lädierten Gelenke sichtbare Schwellungen; nur an der Hüfte sieht man solche Schwellungen nicht, weil das Gelenk zu tief im Gewebe liegt.

Es kann auch sein, dass Sehnen und Bänder des Hüftgelenks durch die Bewegung, nach langem Ausharren in einer bestimmten Stellung, ihre Position verändern und dadurch ein Geräusch verursachen. Wird die Spannung zu groß, „springt“ die Sehne über den Knochen. Dies kann für den Betroffenen sehr schmerzhaft sein. Teilweise ist die Spannung so groß, dass man das Knacken der Sehne sogar hören und in jedem Fall fühlen kann. Weiterhin ist die Bewegung in der Hüfte eingeschränkt und jeder Schritt wird kurzzeitig blockiert. Eigentlich sollte die Sehne reibungslos über den Knochen rutschen und das tut sie im Normalfall auch. Es gibt einige Faktoren, die das Gleiten der Sehne stören. So kann eine Schleimbeutelentzündung die Ursache sein, oder ungleich lange Beine und die daraus resultierende Fehlhaltung kann das Knacken verursachen. Bei Sportlern sind eher muskuläre Dysbalancen oder eine Überlastung der Beinmuskulatur die Verursacher. Nicht immer kann man solche klaren Auslöser finden, daher ist die Therapie auch schwierig.

Eine dritte und wichtige Ursache für ein knackendes Hüftgelenk ist eine Gelenksarthrose. Davon sind insbesondere ältere Menschen betroffen, deren Hüftgelenke schon sehr abgenützt sind. Der Knorpel der Gelenke ist dabei schon sehr in Mitleidenschaft gezogen und die Gelenke gleiten nicht mehr, sondern reiben aufeinander. Dadurch entsteht ein eher knirschendes Geräusch. Falls das Knacken bei jeder Bewegung zu hören ist und mit Schmerzen verbunden ist, sollte der Grund unbedingt bei einem Orthopäden abgeklärt werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer kackenden Hüfte

Da eine knackende Hüfte oft keine klar diagnostizierbare Ursache hat, ist eine grundsätzliche Therapieempfehlung schwierig. In der Regel wird versucht, durch konservative Maßnahmen wie Krankengymnastik oder Krafttraining muskuläre Dysbalancen auszugleichen. Mit Einlagen wird die unterschiedliche Beinlänge ausgeglichen und durch eine Pause das Übertraining kompensiert. Um die Therapie so schmerzfrei wie möglich zu gestalten, werden oft Schmerzmittel verschrieben. Doch dies ist keine dauerhafte Therapie.

Sofern die Beschwerden durch die konservative Therapie oder eine Pause nicht verschwinden, hilft oft nur noch ein operativer Eingriff, bei dem der Rollhügel etwas abgeschliffen wird. Je weniger Widerstand, desto störungsfreier kann die Sehne über den Knochen rutschen. Auch eine Verlängerung der Sehne durch eine Plastik ist eine mögliche Operationsmethode.

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