Hüftdysplasie: Kann eine Behandlung ohne OP sinnvoll sein?

Rund jedes dritte bis fünfte Baby kommt mit einer Hüftdysplasie zur Welt, aber viele Fälle von Hüftdysplasie werden erst im Erwachsenenalter des Betroffenen bekannt. Die Betroffenen klagen über Schmerzen in der Leiste oder über eine schmerzende seitliche Hüfte. Es können auch plötzliche Gelenkblockaden oder in ein Gefühl von Instabilität entstehen. Ob eine Hüftdysplasie Behandlung ohne OP sinnvoll ist, kann niemals pauschal beantwortet werden, sondern kommt immer auf den Einzelfall an.

Was passiert, wenn eine Hüftdysplasie nicht behandelt wird?

Eine Hüftdysplasie Behandlung ohne OP ist möglich. Keinesfalls solltest Du sie jedoch unbehandelt lassen – weder bei Kindern noch bei Erwachsenen. Denn wird nichts unternommen, droht Gelenkverschleiß, der unter Umständen einen Gelenkersatz notwendig macht. Die Fehlstellung des Hüftgelenks muss möglichst zeitnah behoben werden. Je früher eine alternative Therapie beginnt und je konsequenter sie angewandt wird, desto besser schlägt sie an.

Babys und Kleinkinder können in den meisten Fällen erfolgreich ohne OP behandelt werden

Eine Hüftdysplasie Behandlung ohne OP ist gerade bei Säuglingen und Kleinkindern von Erfolg gekrönt. Besteht eine Hüftdysplasie ohne Luxation (Gelenkverletzung) wird das Bein in einer abgespreizten, gebeugten Position mittels einer Schiene, Bandage oder spreizt Hose fixiert. Dies hat zur Folge, dass der Hüftkopf fest in die Pfanne gedrückt wird. Das Gelenk kann auf diese Weise reifen. Die Therapie erfolgt einige Wochen, oft sogar Monate. Dabei muss die Fixierung rund um die Uhr getragen werden.

Die zweite Möglichkeit ist, die Beine mittels einer Konstruktion in einer abgespreizten Position über dem Bett zu befestigen. Dadurch kann der Hüftkopf in einigen Wochen, manchmal auch Tagen, in die richtige Position verbracht werden.

Die alternative Behandlung einer Hüftdysplasie bei Erwachsenen

Hüftdysplasie Behandlung ohne OP erfordert sportliche Aktivität. Dies scheint zuerst widersprüchlich, weil der Laie davon ausgeht, dass Sport die Hüftdysplasie noch verschlimmern könnte. Doch sportliche Aktivitäten haben durchaus Sinn, weil durch den Sport der Muskelapparat gestärkt wird, der das Hüftgelenk umschließt.

Diese Sportarten sind für eine Hüftdysplasie Behandlung ohne OP geeignet und erlaubt

Bestimmte Yoga-Übungen
Fahrradfahren
Schwimmen, außer Brust schwimmen
Nordic-Walking
Inline-Skating

Wichtig: Du solltest ausschließlich Sportarten ausüben, die Deine Gelenke nicht allzu stark belasten. Auf folgende gelenkbelastende Sportarten solltest Du verzichten:

Kampfsport
Squash
Tennis
Leichtathletik
Joggen

Bevor Du Dich entschließt, eine Sportart auszuüben, solltest Du immer Deinen Arzt um zurate ziehen.

Mit einer Physiotherapie die Hüftmuskulatur stärken

Zu einer Hüftdysplasie Behandlung ohne Op gehört in jedem Fall eine Physiotherapie. Es können auch Maßnahmen wie Krankengymnastik, Chirotherapie und Akupunktur positiv auf das Krankheitsbild einwirken. Eine Physiotherapie solltest Du übrigens auch nach einer erfolgten Operation durchführen, um die Heilung zu begünstigen und zu beschleunigen.

Eine Diät kann eine Hüftdysplasie Behandlung ohne OP unterstützen

Dass Übergewicht der Heilung einer Hüftdysplasie entgegenwirkt, ist ein unumstößlicher Fakt, denn wenn Dein Körper zu schwer ist, werden Deine Gelenke zusätzlich belastet. Du solltest versuchen, bis auf Dein Normalgewicht abzunehmen. Welche Diät für Dich infrage kommt und ob eine Diät Dir gesundheitlich zuträglich ist, solltest Du im Vorfeld mit Deinem Arzt besprechen.

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