Hüft-TEP

Die verschiedenen Hüftoperationen und ihre Operationsdauer?

Hüft TEP

Die totale Endoprothese des Hüftgelenks ist ein gravierender Eingriff, bei dem der Gelenkkopf und die Gelenkpfanne durch künstliche Materialien ersetzt werden. Bei der Operation selbst unterscheidet man zwischen der klassischen offenen Methode, bei der der Zugang zum Hüftgelenk über einen großen Hautschnitt erfolgt, und dem minimal-invasiven Eingriff, bei dem die Hüft-TEP mithilfe spezieller Instrumente eingebracht wird. Die Operation kann sowohl in Vollnarkose als auch in regionaler Betäubung (Kreuzstich) durchgeführt werden und dauert zwischen 2 und 4 Stunden.

Hüftarthroskopie

Die Hüftarthroskopie oder Hüftgelenksspiegelung ist die minimalinvasive Operation des Hüftgelenks. Minimalinvasiv bedeutet: mit sogenannten Schüssellochtechniken werden kleinste Instrumente in das Hüftgelenk eingeführt. Dadurch können auffällige Operationsnarben mit einer Arthroskopie vermieden werden. Mit dieser Methode können zwar nicht alle Gefahren und Unannehmlichkeiten beseitigt werden, jedoch werden die Risiken hier drastisch reduziert. Die Operation kann je nach der Art und Menge der krankhaften Veränderungen zwischen ein und drei Stunden dauern.

Periacetabuläre Beckenosteotomie (PAO)

Die periacetabuläre Beckenosteotomie dient zur Behandlung von mechanischen Präarthrosen. Bei dieser Operation wird die Hüftpfanne aus dem Becken herausgetrennt und so revidiert und verschraubt, dass die knorpelige Tragzone der Pfanne, waagrecht über dem Hüftkopf liegt. Ziel einer Beckenosteotomie ist es, den Hüftkopf besser zu überdachen, um die natürliche Belastung des Hüftgelenkes wiederherzustellen. Der chirurgische Eingriff selbst, dauert ungefähr 2 bis 3 Stunden. Anhand von Röntgenbildern wird die Berichtigung der Hüftgelenkspfanne, während und kurz nach der Operation immer genauestens überprüft.

3-Fach-Beckenosteotomie (Triple-Osteotomie)

Bei der 3-Fach-Beckenosteotomie handelt es sich um ein bewährtes und bereits vielfach durchgeführtes Operationsverfahren, um die Fehlbildung der Hüfte zu korrigieren. Sie ist ein ideales Korrekturverfahren bei angeborenen Hüftpfannenfehlstellungen, wie der Hüftdysplasie oder der Hüftpfannenrotationsfehlstellung. Dabei wird das Becken wird an drei Stellen (Darmbein, Schambein, Sitzbein) durchtrennt und so geschwenkt, dass die Hüftpfanne den Hüftkopf optimal überdeckt. Die Operationsdauer beträgt etwa 3-4 Stunden.

Intertrochantäre Femurosteotomie (ITO), Varisationsosteotomie

Die ITO ermöglicht mehrdimensionale Veränderungen mit dem Ziel, die Gelenke zu verbessern und eine frühzeitige Coxarthrose zu verhindern. Die Varisationsosteotomie kann in einer medial schließenden oder in einer lateral öffnenden Technik durchgeführt werden. Intertrochantäre Femurosteotomien kommen im Rahmen einer Hüftdysplasie-Behandlung, als Ergänzungseingriff zum Einsatz. Ziel des Eingriffs ist die Verbesserung der Gelenksituation und die Verhinderung einer frühzeitigen Coxarthrose. Die Operationsdauer variiert je nach Fehlstellungsgrad zwischen 2 und 4 Stunden.

Salter Osteotomie

Die Saltersche Beckenosteotomie (Innominatumosteotomie) ist ein hüftpfannenverbessernder Eingriff, wo das Darmbein vollständig durchtrennt und ein Knochenkeil eingesetzt wird. Über den entstandenen Spalt wird die Hüftgelenkspfanne nach außen und vorne so verschoben, dass sie sich über den Hüftkopf stülpt. Die Operation wird bei Kindern frühestens ab dem 18. Lebensmonat und am häufigsten vom 18. Lebensmonat bis zum 6. Lebensjahr durchgeführt. Der einfache und sichere Zugang und die kurze OP-Dauer von etwa 1 1/5 Stunden halten auch den Blutverlust in Grenzen.

Fehlstellung des hüftnahen Oberschenkelknochens

Durch die Fehlstellungen des hüftgelenknahen Oberschenkelknochens, kann es neben Gelenksfunktionsstörungen auch zu einer Fehlbelastung des Hüftgelenkes führen. Um dem vorzubeugen, können die Fehlstellungen operativ korrigiert werden. Nach genauer Analyse der Fehlstellung wird der Oberschenkelknochen durchtrennt, die Fehlstellung korrigiert und der Knochen in richtiger Stellung mittels einer Metallplatte fixiert. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem hüftkopferhaltenden und hüftkopfersetzenden Verfahren, die zirka 2-4 Stunden dauert.

Knorpeltransplantation

Dabei werden die körpereigenen Knorpelzellen entnommen und im Labor vermehrt. Diese Entnahme der fähigen Zellen kann ambulant durchgeführt werden und erfolgt mittels Arthroskopie durch einen minimalinvasiven Eingriff. Im Labor werden anschließend über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen, dreidimensionale Knorpelzellkügelchen erzeugt, die sich dann um das Vieltausendfache vermehren. Die Implantation und Rückführung der körpereigenen Knorpelsubstanz erfolgt wieder minimalinvasiv. Der Eingriff dauert etwa 30-60 Minuten und wird als Arthroskopie unter lokaler Narkose durchgeführt.

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